„Regina Pätzer ist eine ganz großartige Interpretin dieser Seelenregungen! Sie macht Ängste und Zweifel, Hoffnung und Aufbruch mit ihrer expressiven Stimme deutlich. Ihre Stimmungen sind körperlich spürbar. Sie singt und klagt, sie schreit und verstummt, sie seufzt und parodiert. Eine künstlerische Offenbarung!“

– Volksstimme 2011, Pierrot lunaire

Vita

Die Mezzosopranistin Regina Pätzer wird gleichermaßen von Publikum und Presse für Ihre ausdrucksstarken musikalischen Interpretationen und ihre Bühnenpräsenz gelobt. In den vergangenen Jahren erarbeitet sich die junge Sängerin sowohl im Konzert- und Liedbereich als auch auf der Opernbühne ein umfangreiches Repertoire ihres Faches. Dabei ist ihr eine ausgeglichene Arbeit in allen stilistischen und musikalischen Genres besonders wichtig.

So debütiert sie 2013/2014 in den Titelpartien »Carmen« und »Evita« sowie als Octavian in Richard Strauss »Der Rosenkavalier«. Am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz übernimmt sie 2015 die Rolle der Brigitta in Korngolds »Die Tote Stadt« und die Partie des Hänsel in Humperdincks »Hänsel und Gretel«. In der gleichen Spielzeit gastiert sie als Ramise in G. F. Händels »Arminio« am Nordharzer Städtebundtheater Halberstadt.

Im Herbst 2016 stellt sich die Sängerin erstmals am Theater Lüneburg mit der Partie der Emilia in Verdis »Otello« vor. Als festes Ensemblemitglied ist sie dort bis zum Sommer 2018 als Hänsel, Chérubino und Carmen zu hören. 2019 interpretiert sie am gleichen Ort erneut sehr erfolgreich die Partie des Octavian in »Der Rosenkavalier«.
In der darauf folgenden Spielzeit 2019/20 debütiert Regina Pätzer an der Oper Halle als 3. Elfe in »Rusalka«.

»Unerläßlich ist es, daß der Sänger auch ein guter Musiker ist«– Richard Wagner

Die Sängerin, die 1980 in Mannheim geboren ist und an der Nahe aufwächst, genießt früh eine umfassende musikalische Ausbildung am Klavier, an der Klarinette und als Dirigentin. Das Erste Staatsexamen in Musik und Mathematik ergänzt sie mit ihrer pädagogischen und solistischen Gesangsausbildung für Oper und Konzert bei Prof. Claudia Eder an der Hochschule für Musik Mainz. Ein berufsbegleitendes Konzertexamen schließt die Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes mit Auszeichnung ab. Auf Vorschlag der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz wird diese Examensleistung 2014 mit dem Universitätspreis des Lions Club Oppenheim gewürdigt. Zahlreiche Meisterkurse u. a. bei KS Marjana Lipovšek, Alfred Burgstaller, Arila Siegert, Georges Delnon und KS Axel Köhler ergänzen ihre Ausbildung.

»Darum ist die Musik der wichtigste Teil der Erziehung. Rhythmen und Töne dringen am tiefsten in die Seele und erschüttern sie am gewaltigsten.«– Platon

Neben dem Sologesang widmet sie sich der gesangspädagogischen Arbeit mit Jugendlichen und jungen Studenten. Während des Studiums liegt ihr besonderes Interesse auf den Gebieten der Stimmphysiologie und -funktionalität, der Sprache und der Ausbildung und Entwicklung der Kinderstimme. In diesen Fächern unterrichtet sie 2007 bis 2009 als Lehrbeauftragte und Künstlerische Mitarbeiterin an der Hochschule für Musik Mainz. Für Ihre wissenschaftliche Arbeit im Bereich der Kinderstimmbildung wird sie 2008 mit dem Nachwuchskünstlerpreis der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ausgezeichnet. Regina Pätzer ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Gesangspädagogen BDG und engagiert sich darüber hinaus als Jurorin im Fach Gesang beim Wettbewerb "Jugend musiziert". In ihrem Unterricht legt sie Wert auf einen ganzheitlichen, künstlerischen Ansatz, der die Gesangs-, Sprech- oder Stimmbildung stets mit dem Bewusstsein für den dramaturgischen Ausdruck und der darstellerischen Beweglichkeit vereint.

Eine rege internationale Konzerttätigkeit verbindet sie in den vergangenen Jahren mit dem Domchor Mainz, dem Bachchor Mainz, der Villa Musica Rheinland-Pfalz, dem Barockorchester l’arpa festante München, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, der Rheinischen Philharmonie Koblenz, der Rheinischen Orchesterakademie Mainz, der Neuen Lausitzer Philharmonie, den Harzer Sinfonikern, den Hamburger Sinfonikern sowie dem Ensemble Neumeyer Consort Saarbrücken. Diese Konzerte führen Sie u. a. nach Salvador de Bahia/Brasilien, zum Norfolk Concert Festival/England, in die Laeiszhalle Hamburg, den NDR-Sendesaal Hannover und in die Philharmonie Luxembourg.

Daneben ist Sie zusammen mit ihrer Pianistin Seung-Jo Cha eine gefragte Interpretin des spätromantischen Liedrepertoires bis in die Moderne.

»Die Bühne enthüllt uns das Geheimnis der Wirklichkeit. Wie in einem Zauberspiegel gewahren wir uns selbst. Das Theater ist das ergreifende Sinnbild des Lebens«– Capriccio, IX. Szene

Als Mitglied des Jungen Ensembles des Staatstheaters Mainz sammelt die Mezzosopranistin schon während Ihres Studiums grundlegende Bühnenerfahrung. Sie gastiert an der Oper Frankfurt/Main, an der Kammeroper Rheinsberg, an den Theatern Rudolstadt, Aachen, Lübeck und im Rahmen des ClassicOpenAir in Berlin.

Von 2009 bis 2013 ist die Solistin im Ensemble des Nordharzer Städtebundtheaters Halberstadt engagiert, wo sie wichtige Partien ihres Faches wie Cherubino, Nicklausse/Muse, Hänsel, 2. Dame, Flora und Mercédès interpretiert. Für ihre herausragende musikalische wie szenische Darstellung des »Pierrot lunaire« von Arnold Schönberg wird sie als beste Solokünstlerin mit dem Halberstädter Theaterpreis 2012 ausgezeichnet.